Seit wann gibt es euren Shop, und wie seid ihr auf die Idee gekommen, ihn zu gründen?
Unseren Online-Shop gibt es seit März 2008. Darauf gekommen sind wir, weil wir durch unsere Kinder schon lange Fans der Marken sind, die wir jetzt vertreiben. In den uns bekannten Online-Shops fanden wir diese Marken aber entweder gar nicht, oder die Präsentation hat uns nicht begeistert. Deshalb gründeten wir unseren eigenen Online-Shop Butterzart – mit dem Ziel, uns von den großen, unpersönlichen Online-Kaufhäusern abzuheben und ein familiäres Ambiente und individuelle Beratung bei der Auswahl exklusiver Kindermode anzubieten. Ergänzt wurde unser Online-Shop im Februar 2009 durch eine „richtige“ Boutique zum Anfassen in Michelstadt, der größten Stadt im Odenwald.
Gibt es auch in der Kindermode Trends, und ändern die sich auch so schnell wie in der Damenoberbekleidung? Auf welchen Messen informiert ihr euch?
In der Kindermode gibt es ebenso Trends wie in der Erwachsenenmode. Die Farbtrends der Erwachsenenmode spiegeln sich auch in den Kinderkollektionen wieder, und insbesondere die Pitti Immagine Bimbo in Florenz, die unserer Meinung nach bedeutendste Kindermodemesse in Europa (und darüber hinaus), ist Dreh- und Angelpunkt dessen, was in der jeweils kommenden Saison angesagt sein wird. Es ist besonders interessant zu sehen, wie gerade die traditionsreichen und klassischen Kindermode-Labels, die wir führen, die Trends sanft aufgreifen und der Marke entsprechend umsetzen. Weitere tolle Kindermodemessen finden in London und New York statt. Diese sind für uns aber nur dann interessant, wenn wir die Pitti Immagine Bimbo nicht besuchen können. Und natürlich gibt es auch in Deutschland zahlreiche Kindermodemessen, die in Größe und Stil aber leider (noch) nicht mit Florenz mithalten können.
Ihr bietet ja auch exklusivere Marken wie Tommy Hilfiger oder Seven For All Mankind an. Einige bekannte Firmen haben in den letzten Jahren auch vermehrt Kindermode in ihr Sortiment aufgenommen. Liegt die Zukunft der Mode auch bei den Kindern?
Tommy Hilfiger gehört zum Einstiegsbereich in unserem Sortiment. Die noch exklusiveren Marken, die wir führen, werden fast ausschließlich in der Vogue Bambini, dem nur in italienischer und englischer Sprache angebotenen Kindermodemagazin der Vogue, oder noch unbekannteren Magazinen beworben und sind demnach auch nur den Eltern bekannt, die sich wirklich für Kindermode interessieren. Wir versuchen, die hochexklusiven Labels mit den bekannteren Labels im mittleren Preissegment und mit neuen Marken zu kombinieren, die in Anmutung und Qualität in dieser Liga mitspielen können, aber noch unbekannt und preisgünstiger sind. Es ist uns dabei besonders wichtig, dass die Kleidungsstücke, die wir anbieten, markenübergreifend kombiniert werden können und so beschaffen sind, dass sie zahlreiche Wasch- bzw. Reinigungsgänge überstehen, ohne dass Form und Farbe darunter leiden. Denn insbesondere letzteres ist es, was hochwertige (Kinder-)Kleidung von billigen Stücken unterscheidet. In der Kindermode liegt dabei genauso wenig und genauso viel Zukunft wie in der Erwachsenenmode auch. Wir erleben in jeder Saison das Kommen und Gehen neuer Marken, und wie in der Erwachsenenmode haben sich in der letzten Saison auch bekannte Kindermodemarken vom Markt verabschieden müssen. Zwar ist es en vogue, Kindermode ins Programm aufzunehmen, und einige vermeintliche Stars und Sternchen versuchen, mit dem Design von Kindermode in die Medien zu kommen, doch gehört die Zukunft in unseren Augen den Marken, die sich bewusst mit den eigenen Gegebenheiten und den besonderen Anforderungen an Kinderbekleidung auseinandersetzen. Mode und Stil sind uns wichtig, an erster Stelle stehen jedoch Kleidungsstücke, die den kindlichen Bewegungsdrang nicht behindern, sowie unbelastete – aber belastbare – Materialien. Marken, die beides kombinieren, sind die Gegenwart und die Zukunft der Mode für Kinder.