Mit ‘kindermode marken’ getaggte Artikel

Wurzelzwerge

Sonntag, 01. Mai 2011

Wurzelzwerge

Wurzelzwerge, so nennt sich das Label von Nina Dumpitak und Boguslawa Olschok. In unserer Interviewreihe stellen sie sich und ihr Label vor. Viel Spaß beim Lesen!

Wie würden Sie Ihren Stil beschreiben?

Unser Stil ist der Stil unserer Kleinsten. Wir suchen „lediglich“ die Basics aus, dabei legen wir großen Wert auf Qualität, Bequemlichkeit, Farben und Schnitte. Unsere kleinen Kunden geben uns für diesen „Rohstoff“ die Ideen. Gerne verwenden wir bunte und fröhliche Farben und altersgerechte Motive, z. B. süße, pinke Erdbeeren für kleine Mädchen und laute (mit eingenähten Quietschern), coole Bagger für große Jungs.

Wie würden Sie selbst Ihre aktuelle Kollektion für Frühjahr/Sommer 2011 beschreiben?

Auf jeden Fall frisch! Helle, sommerliche Farben für die Basics, dazu bunte und ausgefallene Stoffe für die Applikationen. Und für die Sommerkollektion, die wir in Kürze vorstellen werden, haben wir ganz neue Motive entworfen.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?

Wir haben unsere Idee 2009 entwickelt und Schritt für Schritt ausgebaut. Seit Oktober 2010 sind wir mit unserem Zwergenshop online. Typisch für uns ist, dass jeder Tag anders aussieht. Mal ist es ein reiner Recherchetag, dann suchen wir nach neuen Stoffen, Mustern und Produkten. Es werden Motive entworfen und appliziert. Dann steht ein neues Produkt- bzw. Kindershooting an. Samplingaktionen zur Kundengewinnung werden durchgeführt und Events zur Kollektionsvorstellung organisiert. Was jedoch zu unserem täglichen Arbeitstag gehört, ist die Realisierung der eingehenden Bestellungen. In jedem Fall sind unsere „untypischen“ Arbeitstage spannend und abwechslungsreich!

Wie sieht Ihr Arbeitsplatz aus?

Chaotisch manchmal – Ein großer Tisch mit einer Nähmaschine, unsere Basics, verschiedene Stoffe daneben, ganz viele bunte Garne dazu und ein Kopf voller Ideen.

Welche Stoffe verwenden Sie am liebsten?

Am liebsten verwenden wir reine Baumwolle, denn die ist weich und sehr gut verträglich auf der zarten Kinderhaut.

Haben Sie bei der Kreation Ihrer Kollektionen einen bestimmten Typ Kind vor Augen? Wenn ja, wie sieht dieses Kind aus?

Einen bestimmten Typ gibt es nicht, wir stellen uns bei der Farbzusammenstellung jedoch oft unsere Jungs oder die Kinder unserer Freunde vor. Dabei stellen wir schnell fest, ob es passt oder nicht.

Was war das schwierigste Design, das Sie je entworfen haben?

Das ist definitiv ein Shirt aus unserer „Stammkollektion“. Zu finden ist es bei den Jungs und nennt sich „Pirat auf hoher See“. Zum einen liegt das an der Kombination aus Häkel- und Filzapplikationen, zum anderen an den vielen und vor allem kleinen Details, die dieses Motiv beinhaltet. Alles an diesem Motiv geschieht in Handarbeit, das Häkeln, das Zuschneiden der einzelnen Elemente und das Applizieren selbst auch. Doch ganz gleich, wie viel Zeit ein solches Motiv in Anspruch nimmt, es macht einen Riesenspaß, das Resultat zu sehen – und einen begeisterten Kunden.

Welche Rolle spielen Modemessen für Sie? Welche Messen sind am wichtigsten und effektivsten?

Bisher haben wir uns mit dem Thema Messen nicht beschäftigt, was aber für die Zukunft nicht ausgeschlossen ist.

Wie hat sich die Kindermodebranche im Laufe der Zeit in Ihren Augen verändert?

Wir beobachten oft, dass die Kindermodebranche sich einerseits an der Erwachsenenmodebranche orientiert. Die Trenchcoats, Chinos und coolen Polos für die Kleinsten gleichen eins zu eins denen der Erwachsenen. Andererseits hat sich aber in letzter Zeit der Trend zu Self-made-Produkten etabliert. Dabei ist es bei diesem Trend nicht wichtig, ob man selbst kreativ war oder ob man „Selbst-Gemachtes“ kauft. Essenziell ist das Individuelle an diesen Anziehsachen oder Accessoires. Wir lieben das Einzigartige, das Bunte und das Kindliche an selbstkreierten oder „veredelten“ Sachen, da können Kinder noch Kinder sein und die Mamis geraten bei diesen Stücken gerne ins Schwärmen. Diesem Trend mussten wir uns nicht anschließen, diesen Trend leben wir.

www.wurzel-zwerge.de

Lieblingskaro – das Interview

Donnerstag, 03. März 2011

Die beiden Label Lieblingskaro und MASHAMO:kids der Berliner Designerin Maria Groß haben im Sommer letzten Jahres bereits vorgestellt. Heute folgt das Interview mit Maria Groß.

Wie würden Sie Ihren Stil beschreiben?

„Ich verbinde den Einsatz klassischer Stoffe und Muster (wie Karo oder Pünktchen) mit einem leichten, innovativen Design und modernen Farben. Dabei schaffe ich Produkte, die ich auch selbst kaufen würde. Ich designe also für meine eigene Zielgruppe, würde ich sagen.“

Lieblingskaro

Wie würden Sie selbst Ihre aktuelle Kollektion für Frühjahr/Sommer 2011 beschreiben?

„Für mich als Designerin ist das einer der Vorteile im Geschäftsmodell – bei einem Label wie Lieblingskaro, das für Kinderzimmer-Accessoires und Spielzeug im Karo-Look steht, ändert sich von Saison zu Saison nicht ganz so viel wie beispielsweise bei meinem Kindermode-Label MASHAMO:kids. Das dämpft saisonale Arbeitsspitzen und ermöglicht optimierte Warenbeschaffung und Lagerhaltung. Trotzdem gibt es auch bei Lieblingskaro Neues für den Sommer 2011. Die Highlights: Wir haben Pünktchen-Muster aufgenommen, und zwar in Lila, Rot und Rosa, logischerweise mit Karos kombiniert.“

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?

„Mein Atelier ist in unserer Wohnung. Das bedeutet, dass ich’s irgendwie machen muss wie Magritte, um in meinen Arbeitsmodus zu kommen. Morgens gibt’s gemeinsames Frühstück für uns vier, dann fahre ich die Kinder zu Schule und Kita und mittendrin den Papa zu seiner Arbeit.

Dann fahre ich nach Hause, mache mir einen Kaffee und los geht’s. Bestellungen abarbeiten, Musterkollektionen vorbereiten (für MASHAMO:kids), Rechnungen schreiben und verschicken und Buchhaltung machen (meistens abends). Wir machen bei Lieblingskaro alles selber: Fotos, Webseite, Mails, Rechnungen, Schnitte, Nähen, einfach alles. Lieblingskaro ist Handmade in Berlin, kann man sagen.

Eine weitere Regel hat das Atelier in der Wohnung zur Folge: Tagsüber darf ich mich ausbreiten mit meinen Stoffen, Zeichnungen, Schnitten. Aber abends, wenn die Familie wieder in die Wohnung kommt, muss alles wieder im Atelier landen. Die Kerle machen da keine Ausnahme.“

Wie sieht Ihr Arbeitsplatz aus?

„Mein Mann würde sagen, viel zu chaotisch. Ich habe ein Atelier von ca. 20 Quadratmetern, was zum Teil auch Lager für Stoffe und einige fertige Produkte ist. Eine Wand ist komplett verglast, mit viel Licht. Gegenüber davon ist das große Regal. An den beiden Stirnseiten stehen Tische mit Näh- und Stickmaschinen. Es gibt dann noch einen großen Kleiderständer für fertige Klamotten, Muster und Schnitte. Und einige Figurinen, an denen ich mir meine Entwürfe direkt am Körper anschaue.

Und gleich nebenan ist unser Wohnzimmer mit Küchenbereich. Da finden die Pausen statt und dort steht auch mein Schreibtisch mit meinem Rechner. Ich arbeite auf Mac OS, weil die Programme dem entsprechen, was ich auch bei Lieblingskaro erreichen will: einfaches, aber wunderschönes Design. Jemand hat mal gesagt, perfekt sei etwas, wenn man nichts mehr weglassen könne. Das ist mein Ziel bei Lieblingskaro – und bei Apple kann ich es bereits erkennen.“

Welche Stoffe verwenden Sie am liebsten?

„Wir haben durchweg hochwertige Baumwolle. Fassen Sie mal verschiedene Sorten Baumwolle an, da gibt es große Unterschiede. Ich mag besonders eine Sorte von Baumwolle, die beim Kontakt kühl bleibt. Genau diese haben wir uns ausgesucht, und zwar im Karo-Muster. Ich will das klassische Karo-Muster neu interpretieren – kombiniert mit anderen Karos, Pünktchen oder einfach Weiß.“

Haben Sie bei der Kreation Ihrer Kollektionen einen bestimmten Typ Kind vor Augen? Wenn ja, wie sieht dieses Kind aus?

„Eigentlich nicht. Wenn ich mir Kinder in meinen Entwürfen vorstelle, dann am ehesten meine eigenen oder die von Bekannten. Ich glaube, die Zielgruppe bestimmt sich eher über die Eltern. Die oder deren Eltern sind es, die unsere Produkte kaufen, und denen muss es gefallen. Erreichen die Kinder ein bestimmtes Alter, dann wollen sie selber ihre Klamotten aussuchen und lassen sich dabei ganz gewaltig von ihrem sozialen Umfeld beeinflussen. Als kleine Marke hat man bei Kindern ab 8-10 Jahren kaum noch eine Chance.“

Was war das schwierigste Design, das Sie je entworfen haben?

„Das hat nichts mit Lieblingskaro zu tun. Es war meine Diplom-Kollektion für Damen-Oberbekleidung, in der ich viel Plissee eingesetzt habe. Ich habe dafür eine Auszeichnung erhalten. Wer sich dafür interessiert, soll sich gerne bei mir melden. Die Designs habe ich noch – und mich quält die Frage, ob man solche Designs mit Erfolg vermarkten kann. Bei meinen beiden Labels passt es derzeit noch nicht rein.“

Welche Rolle spielen Modemessen für Sie? Welche Messen sind am wichtigsten und effektivsten?

„Momentan sind wir dabei, unsere Produktionsabläufe zu professionalisieren, weil wir seit Herbst 2010 sehr viele Neukunden gewonnen haben. Wir überlegen, im September nach Köln zu gehen, auf die Messe Kind + Jugend. Ansonsten bin ich bei Messen oft skeptisch, wegen der sehr hohen Kosten für ein kleines Label wie meins. Ich suche immer wieder nach einem anderen Label, das den Stand mit mir teilt – aber das ist nicht so einfach, weil wir ja keine Wettbewerber sein sollten.“

Wie hat sich die Kindermodebranche im Laufe der Zeit in Ihren Augen verändert?

„Durch die Finanzkrise, die die Bekleidungsbranche mit einem Verzug von 1,5 Jahren erreicht hat, merkt man, dass die Kunden vorsichtiger einkaufen. Ich merke es an leicht sinkenden Bestellungen einiger Boutiquen. Und auch daran, dass andere Boutiquen ganz verschwunden sind.

Ansonsten stelle ich fest, dass die Kunden Wert auf gutes Design und gute Verarbeitung legen und immer öfter bereit sind, dafür auch entsprechend zu zahlen. Die Auswahl ist deutlich vielfältiger als noch vor einigen Jahren.“

www.lieblingskaro.de

Bench Kids

Mittwoch, 09. Februar 2011

Schnäppchen-Alarm!

Wir werden immer wieder gefragt, ob wir das Label Bench ins Sortiment nehmen – gegenwärtig ist das allerdings, so sei es hier mal offiziell geschrieben, nicht geplant. Um aber trotzdem bei der Suche nach der richtigen Klamotte weiterzuhelfen, möchten wir darauf hinweisen, dass es gerade sehr viele Bench-Stücke bei Amazon zu kaufen gibt – übrigens nicht nur für Kinder und zu einem großen Teil um mehr als 50 % reduziert. Wer also auf der Suche nach Kinderbekleidung von Bench Kids ist, könnte bei Amazon sein Schnäppchen des Frühjahres 2011 machen.

>> Zur Kinderabteilung von Amazon

Lovely Lavinia

Freitag, 10. Dezember 2010

Heute stellen wir wieder ein ganz besonderes Kindermode-Label vor: Lovely Lavinia.

Lovely LaviniaDas Team von Lovely Lavinia besteht aus Sandy und Tamara. Sandy ist Mama eines Jungen und zweier Mädchen und war drei Jahre lang erfolglos auf der Suche nach dem „ganz besonderen Kleid“ für den Kleiderschrank ihrer Töchter. Tamara ist Mutter von drei Söhnen und konnte das Wehklagen ihrer Freundin irgendwann nicht mehr ertragen.

Sandy und Tamara von Lovely LaviniaDaraus wurde die Idee geboren, eine eigene und einzigartige Mädchen-Kleider-Kollektion zu entwerfen, die bezaubernd, individuell und wunderschön, aber trotzdem cool, hip und stylisch ist.

Die ersten Modelle der Kollektion wurden einer strengen Prüfung von Lavinia (6 Jahre alt) unterzogen und als die erste kritische „Modeinstanz“ gab sie auch dem ganzen Projekt ihren Namen: Lovely Lavinia.

Lovely Lavinia im Butterzart-Interview:

Wie würden Sie Ihren Stil beschreiben?

Lovely Lavinia„Unsere Kleider sollen zu verschiedensten Anlässen tragbar sein, deshalb reicht die Palette von hippen, coolen, trendy Partykleidern bis hin zu schicken, stilvollen Abendkleidern für Kinder. Was den einzigartigen Stil von Lovely Lavinia kennzeichnet, sind die speziellen Accessoires: Pailletten, Strass-Steine, Samt- und Satinbänder werden in liebevoller Handarbeit auf die Festtagsmode aufgenäht. Unser Wunsch ist es, dass unsere kleinen Kundinnen hinreißend aussehen, sich edel und fein fühlen und dass das Kleid so angenehm zu tragen ist, dass sie es nicht mehr ausziehen wollen.“

Wie würden Sie selbst Ihre aktuelle Kollektion für Frühjahr/Sommer 2011 beschreiben?

„Die neue Kollektion umfasst eine feine Auswahl an eleganten, feierlichen und traumhaft verspielten Festkleidern. Pastelltöne wie Hellblau, Rosa und Lila sind ebenso zu finden wie bunte, florale Muster. Neu ist eine besonders feine »Blumenmädchen-Linie« in Weiß und Cremefarben.“

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?

„Einen »typischen« Arbeitstag gibt es bei uns nicht. Jeder Tag bringt unterschiedliche Aufgaben, wie zum Beispiel die Auswahl der richtigen Stoffe und Designs, das Wahrnehmen von PR-Terminen, aber auch die logistische Herausforderung, alle Bestellungen aus unserem Onlineshop umgehend zu bearbeiten und zu verschicken.“

Wie sieht Ihr Arbeitsplatz aus?

„Kreatives Chaos!“

Welche Stoffe verwenden Sie am liebsten?

Lovely Lavinia„Da Kindermode auch unkompliziert sein muss, verwenden wir hauptsächlich 100 % Baumwolle. Wir sind immer auf der Suche nach »dem Besonderen« bei Mustern und Materialien. Nur die schönsten und hochwertigsten Stoffe werden von uns verarbeitet.“

Haben Sie bei der Kreation Ihrer Kollektionen einen bestimmten Typ Kind vor Augen?

„Lovely Lavinia bietet Kleider für Mädchen im Alter von 2-12 Jahren, die selbstbewusst durchs Leben gehen und schon genau wissen was sie wollen. Ob sportlich, mädchenhaft, flippig, oder brav: Für jeden Typ soll in der Kollektion etwas dabei sein und dabei die Individualität jedes Mädchens unterstreichen.“

Was war das schwierigste Design, das Sie je entworfen haben?

„Unser Perfektionismus macht auch »einfache« Designs oft zu einer großen Herausforderung: Ein schlichter Schnitt bedarf einer besonderen Note, bzw. eines besonderen Accessoires, damit er unseren Ansprüchen gerecht wird.“

Welche Rolle spielen Modemessen für Sie? Welche Messen sind am wichtigsten und effektivsten?

„Für uns spielen internationale Stoffmessen die größte Rolle. Dort findet sich neben ausgesuchten Materialien auch das passende Zubehör, vom Knopf und Reißverschluss bis zum bestickten Samtband.“

Wie hat sich die Kindermodebranche im Laufe der Zeit in Ihren Augen verändert?

„Das Angebot von günstiger Massenware hat sich im Bereich der Kindermode in den letzten Jahren noch gesteigert. Wir haben jedoch beobachtet, dass immer mehr Eltern wieder das Individuelle für ihre Kinder suchen und dabei keine Discountpreise erwarten.“

www.lovely-lavinia.com

P’tit chic … de Paris

Dienstag, 07. Dezember 2010

P’tit chic … de ParisP’tit chic … de Paris wurde Anfang dieses Jahres von der Modedesignerin Christine Michelon und ihre Tochter Jacinthe in Paris gegründet. Jedes Jahr werden zwei Kollektionen (Winter und Sommer) für Kinder von 3 Monaten bis 4 Jahren entwickelt. P’tit chic … de Paris steht für elegante Kinderkleidung mit einfachen Farben und weichen Materialien. Eine lustige kleine Katze ist das Logo des Unternehmens – sie ziert die Kleidungsstücke und Accessoires von P’tit chic – de Paris.

Christine Michelon … über ihre Mode

P’tit chic … de ParisNach mehreren Kooperationen mit verschiedenen Marken wollte ich eine ganz persönliche Kinderkleidungskollektion entwerfen – in weichen Stoffen, die für die Kinder angenehm zu tragen sind. Das Material spielt eine wesentliche Rolle bei der Kleidung – die Baumwolle im Sommer und die komfortable und pflegeleichte Mischung aus Wolle und Acryl im Winter. Eine lustige kleine Katze, die jeden Tag einen Spaziergang in meinem Garten machte, brachte mich auf die Idee für das Logo. Ich hoffe, dass die einfachen Formen und Grafiken dieser neuen Kollektion Anklang finden.

… über die Frühjahr-/Sommer-Kollektion:

P’tit chic … de ParisDie kommende Saison bringt eine Kollektion rund um klassische Farben wie Ecru, Taupe, und Stahlgrau mit einem Hauch von Blau und Fuchsia. Als Besonderheit ist das Logo in verschiedenen Variationen auf die Kleidungsstücke aus Strickwaren, Jeans und Baumwolle gedruckt oder gestickt.

… im Butterzart-Interview:

Wie würden Sie Ihren Stil beschreiben?

„Unser Stil ist elegant, leicht zu tragen, Pariser Stil, City Chic. Und unsere Kleidung kann man in der Waschmaschine waschen.“

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?

„Nun, es hängt vom Monat ab, denn wenn Termine zu Modenschauen oder mit Herstellern anstehen, ist der Tagesablauf ganz anders als im Atelier. In der Früh checkt meine Tochter Jacinthe die E-Mails und kümmert sich um Marketing- und Vertriebsaktivitäten. Meine Aufgabe ist die Gestaltung der Kollektion, die Auswahl der Stoffe und die Produktion.“

Wie sieht Ihr Arbeitsplatz aus?

„Es ist ein Durcheinander. Überall liegen Designs und Stoffe herum.“

Welche Stoffe verwenden Sie am liebsten?

„Strickwaren und bedruckte Baumwolle.“

Was war das schwierigste Design, das Sie je entworfen haben?

„Ein Entwurf für Kenzo.“

Welche Rolle spielen Modemessen für Sie? Welche Messen sind am wichtigsten und effektivsten?

Kindermodemessen sind wichtig, da wir dort unsere Kunden treffen können. Da unsere Marke noch so neu ist, können wir die zweite Frage noch nicht beantworten.“

Wie hat sich die Kindermodebranche im Laufe der Zeit in Ihren Augen verändert?

„Das Konsumverhalten hat sich in der Zeit der globalen Krise, durch das Internet und durch das Entstehen von Gruppierungen innerhalb der Kindermode stark verändert.“

www.ptit-chic-de-paris.com

FormTiere

Samstag, 30. Oktober 2010

FormTiere - Elefant

Die Hamburger Grafik-Designerin Martina Gruhn-Bilic fertigt ihre FormTiere für kleine und große Kinder. Das sind Unikate mit lustigen Namen wie Hans Höcker, Robert Rüssel oder Fritz Flosse. Diese Produkte für Babys und Kinder, die sie in ihrer Formschlichtheit nicht überfordern und deren Farben genug Raum für die Fantasie lassen, werden allesamt in Handarbeit entwickelt. Elefant, Giraffe, Dinosaurier und sieben weitere Tiere haben je eine unverwechselbare Form, deshalb heißen sie FormTiere. Es gibt sie bisher als Wandtiere, auf Kinderzimmerlampen, als T-Shirt, als Tasche, als Wiegenschnur und als Kinderwagenkette. Mit ihren fröhlichen Farben machen sie das Leben der Kleinen aber auch der Eltern bunter und fröhlicher. Martina Gruhn-Bilic„Jedes Kind ist etwas ganz Besonderes. Aber Kinderzimmer scheinen standardisiert zu sein. Möbel- und Spielzeug-Konzerne dominieren die kleine Welt und fördern so nicht gerade die Kreativität und Individualität unserer Kinder“, beschreibt Martina Gruhn-Bilic die Beweggründe für ihre Aktivitäten. „So stellte sich nach der Geburt meines Sohnes Lukas die Frage: Wie kann ich sein Zimmer besser gestalten? Wie schaffe ich es, Wohnen, Spielen und Lernen unter einen Hut zu bringen?“ So entstand schließlich die Idee, FormTiere aus Holz zu entwerfen. Das erste Tier war schnell gesägt, Farbkombinationen wurden ausprobiert und schon hing der erste Elefant bei Lukas an der Wand – natürlich in seiner Lieblingsfarbe Blau. Es folgten neun weitere Tiere: Dinosaurier, Giraffe, Kamel, Löwe, Reh, Gecko, Chamäleon, Schmetterling und Schnecke. Seither entwickelt Martina Gruhn-Bilic ständig neue Produktideen für große und kleine Kinder. Ihre Inspirationen holt sich die Ex-Werberin vor allem bei ihren Kindern, aber auch im täglichen Leben. Jedes ihrer Produkte entsteht zu nächst auf dem Papier und wird dann in verschiedenen Ausführungen entworfen. Alles muss stimmen, Material, Form und Farben.

Was vor ein paar Jahren als Hobby begann, hat sich zu einer erfolgreichen Geschäftsidee entwickelt. In unserem Butterzart-Interview lässt uns Martina Gruhn-Bilic in ihren Alltag mit den FormTieren blicken.

Wie würden Sie Ihren Stil beschreiben?
„Sehr farbenfroh, ich versuche immer möglichst ungewöhnliche Farben miteinander zu kombinieren. Schlicht, aber auch mit einem Hauch von Eleganz, kindgerecht, ohne viel Schnickschnack. Aber immer FormSchön.“

FormTiere - ElefantWie würden Sie selbst Ihre aktuelle Kollektion für Frühjahr/Sommer 2011 beschreiben?
„Zurzeit gibt es 10 FormTiere. Mit diesen verschiedenen Tieren entwickle ich unterschiedliche Produkte, wie z. B. Wagenketten, Wiegenschnüre, Langarm-Shirts, Melamingeschirr, Spieluhren, Wandtiere, Lampen und Anhänger. Mein aktuelles Haupttier ist der Elefant.“

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?
„Mein Arbeitstag beginnt mit administrativen Arbeiten wie dem Lesen von E-Mails und dem Verpacken von Bestellungen. Danach beginnt meine eigentliche kreative Arbeit: neue Produkte entwickeln oder Bestellungen bearbeiten. Die Entstehung eines neuen Produktes beginnt mit einer Zeichnung, die ich dann am Computer weiterentwickle. So kann ich schon mit Farben und Formen experimentieren. Diese Arbeitsweise stammt noch aus meiner Zeit als Grafik-Designerin. Wenn dies getan ist, nehme ich mir meine Filze und Stoffe zur Hand. (Ich verwende übrigens ausschließlich hochwertige Materialien, wie Merino-Wollfilz und Stoffe von Tilda oder Westfalenstoffe). Im Moment bin ich gerade dabei, Entwürfe für Kissen zu entwickeln. Natürlich wieder mit dem Elefanten, aber auch das Reh wird dabei sein. Neu wird allerdings sein, dass ich neben den kräftigen Farbkombinationen auch mit Stoffen experimentieren werde und es einen Material-Mix geben wird. Soviel kann ich schon verraten.“

Wie sieht Ihr Arbeitsplatz aus?
„Leider meistens etwas chaotisch. Immer wieder wird etwas Neues probiert und rausgezogen. Aber abends wird immer aufgeräumt, sonst ist der Kopf am Morgen nicht frei für neue Ideen.“

Welche Stoffe verwenden Sie am liebsten?
„Wollfilz ist im Moment noch mein Hauptmaterial. Aber ich suche gerade schöne neue Stoffe aus. Dabei achte ich immer auf viel Wärme in den Farben und Schlichtheit bei den Mustern.“

Haben Sie bei der Kreation Ihrer Kollektionen einen bestimmten Typ Kind vor Augen? Wenn ja, wie sieht dieses Kind aus?
„Meine FormTiere sind für Kinder, die Tiere und Farben lieben. Meine eigenen Kinder z. B. sind lebensfroh und haben viel Fantasie. Die meisten Produkte zeige ich meinem fünfjährigen Sohn Lukas. Der ist sehr kritisch und hat ein gutes Gespür dafür, was schön ist und was nicht. Er ist mein größter Produkttester.“

Was war das schwierigste Design, das Sie je entworfen haben?
„Das schwierigste waren wohl die Spieluhren, da es nicht so einfach war, sie so zu konstruieren, dass die schwere Uhr in dem sehr weichen Material nicht stört und trotzdem leicht zu bedienen ist. Aber mithilfe einer Öse hab ich es dann gut gelöst.“

www.formtiere.de

FormTiere - Teller Reh

BEEbyBill

Donnerstag, 21. Oktober 2010

BEEbyBill – das sind Hemden, Blusen und Tunikas für Groß und Klein, aus duftigen und hochwertigen Baumwollstoffen, zart gestreift oder klassisch kariert, mal mit kontrastiertem Handstich, mal metallisch bedruckt – aber immer mit der kleinen prägnanten Biene bestickt, die in knalligem Orange andeutet, woher der Name „BEE“ kommt.

BEEbyBill Winter 2010/2011

2009: Am Anfang standen maßgeschneiderte Oberhemden für Opa und Enkel, es folgten Bestellungen von Freunden und Bekannten, und so wurde schnell mehr daraus; bald kamen auch Blusen und Kleidchen für Frauen und Mädchen dazu, der „Partnerlook“ für die ganze Familie war geboren. So wurde aus der „Nebensache“ Maßhemd eine Hauptaufgabe, ein Label wurde gegründet, eine Kollektion erstellt. Diese wird nun auch in ausgewählten Geschäften angeboten. Inzwischen umfasst die Kollektion neben Hemden, die noch immer das Hauptprodukt sind, auch Nikkianzüge, T-Shirts und Polos sowie Bademäntel und Bodys. Fast alles gibt es für Eltern und Kinder, für Groß und Klein, eben „tall and tiny“. Das Hemd – eines der traditionellsten Bekleidungsstücke überhaupt – gibt es seit über 2.000 Jahren. In Zeiten von T-Shirt und Jogginganzug möchten wir Dinge herstellen, die von Wert und Dauer sind, besondere Teile eben, mit dem Potential zum Lieblingsstück.

Sibylle BovelethSibylle Boveleth, Inhaberin und Gründerin des Labels BEEbyBill, stellt sich in unserem Butterzart-Interview vor.

Wie würden Sie Ihren Stil beschreiben?

„Kindlich, klar, manchmal korrekt,
sinnlich, smart und schnörkellos,
sensibel, rasant, und manchmal prägnant,
natürlich, mal niedlich, oder nostalgisch,
immer individuell für Eltern und Kind.“

Wie würden Sie selbst Ihre aktuelle Kollektion für Herbst/Winter 2010/11 beschreiben?

„Der Traum von Kindheit: ein Herbstwochenende auf dem Land – früh morgens durch taunasse Wiesen streifen, abends vor dem Kamin wohlig gewärmt werden von Lammfellweste und Opas Arm. Karamellfarbene Vichyhemden und Tunikakleider, immer weich gewaschen, mit Namen bestickt, eine Ringelmütze wie die Großen, der Schal ist zu lang. Cabanjacke und Lammfellmantel haben die Farben von Bindfäden und Steinen, bleachwhite die Bluse dazu, leicht und leise. Überfärbt und gewaschen wirken Kleider wie Lieblingsstücke. Karohemden und Tuniken wie gefärbt von getrockneter Tinte, mit matten Lammfellwesten in Papiertönen dazu. Starke Farben, hier und da, bringen Spaß und Spannung. Longsleeve-Shirts, Angoramütze und -weste haben nichts als ihre Farbe: Deep Purple, Real Rose, Deep Blue Sky, Golden Green, Lovely Lavender. Unbeschwert und ungeschmückt, ein harmonischer Haufen alles zusammen.“

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?

„Start um 9, kurzes Besprechen, was steht an? Wer, was, bis wann? Wie viele Bestellungen, wo gehen sie hin? Besonderheiten? Zeit für Neues? Am liebsten eine Stunde allein im Arbeitszimmer, neue Gedanken denken, mit Stoff und Fundstücken hantieren und Skizzchen machen… einfach spielen. Nach einer Stunde: der Alltag – Mails beantworten, telefonieren, organisieren, Knöpfe auswählen und Bestellungen sortieren. Und vor allem und fast gleichzeitig: Mama sein!“

Wie sieht Ihr Arbeitsplatz aus?

BEEbyBill-Arbeitsplatz

Welche Stoffe verwenden Sie am liebsten?

„Für unsere Hemden, Tunikas und Blusen verwenden wir am liebsten klassische Stoffe wie Vichykaros, Schwesternstreifen und Traditionsstreifen. Sie müssen hochwertig, feinfädig und charmant sein. Und 100 % natürlich. Wir experimentieren mehr und mehr mit Batik- und Stickelementen, auch mit Waschungen und Überfärbungen geben wir den Stoffen einen neuen Aspekt. Die Drucke dürfen auch mal golden sein, meist grafisch, klar und frisch.“

Haben Sie bei der Kreation Ihrer Kollektionen einen bestimmten Typ Kind vor Augen?

„Ich denke an begeisterte und zu begeisternde, lebendige Kinder; mal wild, mal leise, fröhlich, sinnlich, individuell und immer anders, natürlich, gewünscht, geliebt und beschützt.“

BEEbyBill Sommer 2011Was war das schwierigste Design, das Sie je entworfen haben?

„Mein Problem ist immer eher die Beschränkung – nicht alles machen zu können, was mir in den Kopf kommt. Zum Beispiel würde ich liebend gerne Kinderreisegepäck entwerfen, mit bedruckten Stoffkoffern und vielen Täschchen und Beuteln – da fiele mir viel ein! Aber um Ihre Frage zu beantworten: Das bisher schwierigste Design war das Geburtshemd, das ich anlässlich der Geburt meines Sohnes Henry entworfen habe – einfaches Design für den bisher schwierigsten Moment meines Lebens.“

Welche Rolle spielen Modemessen für Sie? Welche Messen sind am wichtigsten und effektivsten?

„Modenmessen – den Begriff »Mode«, der für die Großen so wichtig ist, benutze ich für Kindersachen nicht gerne, finde ihn irreführend. Kinderkleidung darf jenseits von Mode stattfinden, darf individuell sein und kombiniert werden, mit eigenen Gesetzen und nach Lust und Laune. Aber als Verkaufsstelle für Kinderkleider sind Messen natürlich wichtig. Besonders frisch und eigen find ich »de kleine fabriek« in Amsterdam: kreativ, zeitgemäß und inspirierend. Wenn wir groß sind, machen wir da auch mit!“

Wie hat sich die Kindermodebranche im Laufe der Zeit in Ihren Augen verändert?

„In den letzten Jahren sind Kinder mehr und mehr in den Fokus der Gesellschaft gewandert; die Krise, und mit ihr die Rückbesinnung auf Familie, Zuhause und Gemeinschaft, hat das Thema Kind/Familie zu einem Zeitgeistthema gemacht. Kinder werden wichtig genommen – ihre Bedürfnisse, Interessen und wie sie die Welt erleben. Und somit auch, wie sie gekleidet sind. Neben toll gestalteter Funktionskleidung für Kinder bietet heute jedes internationale Fashionlabel Baby- und/oder Kids-Linien an, großen Luxus schon für die ganz Kleinen. Es ist schick, ein schick gekleidetes Kind zu haben, und die Kinder selber lernen schnell, sich über ihre Kleidung auszudrücken. Das Angebot ist breit und bunt und so vielseitig wie wohl noch nie.“

www.beebybill.de

Sei ein Frosch

Montag, 06. September 2010

Michèle Weiten und Jennifer Schneider„Sei ein Frosch“ ist ein Mode-Label, das aus der Freundschaft von Michèle Weiten und Jennifer Schneider entstanden ist und nur so vor positiver Energie sprüht. Für das Design und die Schnitte der Modelle sowie die Leitung der Produktion ist Michèle Weiten verantwortlich. Die Designerin, die seit 2005 mit Ihrem Damen-Label „Michèle Weiten-Design“ deutschlandweit erfolgreich ist, entwirft mit dem neuen Label sympathische Kleidung für die ganze Familie. Die Architektin Jennifer Schneider ist Grafikerin und verleiht „Sei ein Frosch“ ein Gesicht: Frida, Fred, Ferdinand, Fanni und Baby Nuppi sind eigenständige Persönlichkeiten. Selbstbewusst, heiter und gelassen. Die gesamte Kollektion umfasst bislang 30 Modelle, vom Strampler bis zum Kapuzenpulli. Die Schnitte sind einfach und schnörkellos, die Qualität und die Verarbeitung außerordentlich hochwertig. Michèle Weiten gibt uns im Interview einen Einblick in ihr Arbeitsleben.

Sei ein Frosch

Wie würden Sie Ihren Stil beschreiben?

„Sportlich, alltagstauglich und mit Wohlfühlatmosphäre.“

Wie würdet Sie selbst Ihre aktuelle Kollektion für Frühjahr/Sommer 2011 beschreiben?

„Die gesamte Kollektion umfasst ca. 30 Modelle vom Strampler bis zum Kapuzenpulli sowie Accessoires. Die Schnitte sind einfach und schnörkellos, die Qualität ist hingegen sehr hochwertig. Geplant ist, die Froschs in jeder Saison etwas Besonderes erleben zu lassen und dies in der Kollektion zu zeigen. Man darf also weiterhin gespannt sein, wie sich die Froschs entwickeln und was sie in Zukunft alles unternehmen werden.“

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?

„Die Post durchgehen, Mails checken, Gespräche mit Lieferanten und Produzenten, Arbeitsdialog mit der Partnerin, Kundengespräche … und natürlich das Wichtigste: »kreativ sein«.“

Wie sieht Ihr Arbeitsplatz aus?

„Chaotisch… aber ein geordnetes Chaos.“

Welche Stoffe verwenden Sie am liebsten?

„Zu 95 % verwende ich hochwertigen Jersey.“

Sei ein Frosch

Was war das schwierigste Design, das Sie je entworfen haben?

„Bei unserer Familienkollektion, die auf recht schnörkellosen Schnitten beruht, hat sich diese Frage noch nicht gestellt. Außerdem ist das unsere erste Kollektion. Das kann also noch kommen.“

Welche Rolle spielen Modemessen für Sie? Welche Messen sind am wichtigsten und effektivsten?

„Da wir uns noch in der Anfangsphase und damit in der »Messe-Testphase« befinden, müssen wir uns davon erst mal unser eigenes Bild machen. Zu diesem Thema gibt es sehr viele unterschiedliche Meinungen und wir denken, man muss es wirklich mit dem eigenen Produkt ausprobieren, um sich ein Urteil bilden zu können.“

Sei ein FroschWie hat sich die Kindermodebranche im Laufe der Zeit in Ihren Augen verändert?

„Die Kindermode hat sich unserer Ansicht nach sehr der Erwachsenenwelt angenähert und ist wesentlich trendbewusster geworden als das noch zu unserer Kindheit der Fall war (was allerdings schon ein paar Jahre her ist…)“

www.seieinfrosch.com

tgkp Kids

Montag, 30. August 2010

Diana Ernemann, Geschäftsführerin und Designerin von tgkp Kids, ist Realistin. 15 Jahre Fashion Business haben ihr Trendgespür und Stilgefühl entwickelt und ihr Auge für Farb- und Materialkombinationen geschult. Die zum Teil bedenklichen Arbeits- und Umweltbedingungen in der internationalen Bekleidungsindustrie entsprachen allerdings so gar nicht ihren Vorstellungen von Qualität und Verantwortungsbewusstsein. Mit dem Anspruch, eine fair gehandelte Kollektion aus biologisch angebauter Baumwolle für Kleinkinder auf dem Markt zu etablieren, gründete Diana Ernemann Ende 2009 das Berliner Modelabel tgkp, dessen Kürzel für „the good karma philosophy“ steht. Und das nicht etwa, weil sie vom „Markenfreak“ zum Öko-Hardliner geworden ist, sondern aus purem Menschenverstand. Die tgkp Kids-Kollektion versteht sich als zeitlose Lifestyle-Kollektion, die durch schnörkellose, lässige Artikel in hochwertiger Verarbeitung überzeugt. Lernen Sie tgkp Kids in unserem Interview kennen.

tgkp KidsWie würden Sie Ihren Stil beschreiben?

„Authentisch, lässig, detailverliebt, unkompliziert.“

Wie würden Sie selbst Ihre aktuelle Kollektion für Frühjahr/Sommer 2011 beschreiben?

„Als zeitlose Lifestylekollektion, die durch schnörkellose, lässige Essentials in hochwertiger Verarbeitung überzeugt. Da die Kollektionen saisonübergreifend aufeinander aufbauen, sind die einzelnen Teile gut untereinander kombinierbar. Besonderes Highlight ist das Organic Denim-Programm, das aufgrund eines speziellen Waschverfahrens einen besonders weichen Griff erhält und ohne Weichmacher und chemische Aufheller auskommt.“

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?

„Telefonieren, Kollektionsausrichtung planen, E-Mails lesen und beantworten, Skizzen, Grafiken, Modellbeschreibungen und Maßtabellen ausarbeiten.“

Wie sieht Ihr Arbeitsplatz aus?

„Clean. Ein 20 qm-Büro mit 180 cm Glasarbeitstisch, MacBook, Taschenrechner, Telefon, diversen Notizblöcken und einem deckenhohen Regal, in dem etliche Ordner, Pantonebücher, Farbkarten sowie diverse Kästen mit Stoffproben und Musterteilen untergebracht sind.“

tgkp KidsWelche Stoffe verwenden Sie am liebsten?

„Weiche Jerseyqualitäten in unterschiedlichen Gewichtsklassen, Denim bis 9 Oz., rustikale Twilloptiken – ausschließlich aus Bioanbau.“

Haben Sie bei der Kreation Ihrer Kollektionen einen bestimmten Typ Kind vor Augen? Wenn ja, wie sieht dieses Kind aus?

„Wir machen unkomplizierte Mode in der alle Kinder toll aussehen und sich wohl fühlen.“

Was war das schwierigste Design, das Sie je entworfen haben?

„Microfasermäntel mit Pelzverbrämung für einen russischen DOB-Kunden (Butterzarte Anmerkung: Damenoberbekleidung).“

Welche Rolle spielen Modemessen für Sie? Welche Messen sind am wichtigsten und effektivsten?

„Messen haben für uns eine große Bedeutung, sowohl als reine Informationsplattform als auch als Verkaufsplattform. Folgende Messen sind wichtig für uns:

Als Aussteller setzen wir stark auf das Kids Camp der Bread and Butter Berlin, die Kind+Jugend Köln – Im Ausland auf die Kleine Fabriek Amsterdam, Pitti Bimbo Florenz und Magic Las Vegas.“

Wie hat sich die Kindermodebranche im Laufe der Zeit in Ihren Augen verändert?

Kindermode ist glücklicherweise im Laufe der Zeit erwachsener geworden. Der Markt hat durch die Vertikalen und Discounter mit den gleichen Schwierigkeiten zu kämpfen wie die DOB.“

www.tgkpkids.com

tgkp Kids

ígló

Montag, 16. August 2010

ígló Kindermode

íglóHeute stellt Helga Olafs ihr Kindermode-Label ígló vor und gibt uns einen Einblick in ihren Arbeitsalltag rund um ihre wunderschönen Kollektionen.

Wie würden Sie Ihren Stil beschreiben?

„Ich liebe Farben – aber ich töne sie mit Naturtönen wie Grau oder
 Khaki ab. Für Mädchen mag ich besonders farbenfrohe Kleider mit schönen Drucken und für Jungen ein einfaches Design mit kontrastreichen Details.
“

Wie würden Sie selbst Ihre aktuelle Kollektion für Frühjahr/Sommer 2011 beschreiben?

„Meine Inspirationen für die Frühling-Sommer-Kollektion 2011 stammen aus
 der ganzen Welt, zum Beispiel von den schönen Cherry Blossom-Blumen, den 
bunten Häusern auf Key West und den Bahamas oder von exotischen Vögeln. Natürlich wird ígló auch sehr stark von Kindern inspiriert.“

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?


„Ich stehe morgens um 7 Uhr auf und beantworte zunächst ein paar E-Mails. Meine Kinder Viktoria (8 Jahre) und Baldvin (4 Jahre) stehen um 7:30 Uhr auf und wir bereiten sie für 
die Schule vor. Danach gehe ich ins Büro, wobei es mir sehr wichtig ist, auf dem Weg einen wirklich guten Cappuccino zu kaufen, und arbeite bis 16 Uhr: Kleidung ausmessen, Entwerfen, Planen von Foto-Shootings, ígló-Kleidung für den Laden zusammensuchen, den wir im Juni eröffnet haben… Manchmal habe ich das Glück, Zeit zu haben, um einige Freunde zum Mittagessen zu treffen. Auf dem Nachhauseweg hole ich die Kinder ab und mein Mann kocht in der Regel ein schönes Abendessen. Wenn die Kinder eingeschlafen sind, beginne ich wieder zu arbeiten, meistens bis Mitternacht.“

Wie sieht Ihr Arbeitsplatz aus?

„Er ist mit Kleidung, Stoffen und Papieren überfüllt. Aber dennoch hat alles seinen Platz.“

Welche Stoffe verwenden Sie am liebsten?


„Weiches und angenehmes Baumwoll-Jersey und gewebte Baumwolle mit
 wunderschönen Drucken.“

Haben Sie bei der Kreation Ihrer Kollektionen einen bestimmten Typ Kind vor Augen? Wenn ja wie sieht dieses Kind aus?

„Glückliche Kinder, die am liebsten den ganzen Tag spielen. Für mich ist es besonders wichtig, dass die Kleidung für die Kinder bequem ist.“

Was war das schwierigste Design, das Sie je entworfen haben?


„Mein Hochzeitskleid
“

Welche Rolle spielen Modemessen für Sie? Welche Messen sind am wichtigsten und effektivsten?

„ígló hat zum ersten Mal an der Modemesse CPH-Kids teilgenommen. Ich 
habe diese Messe ausgewählt, weil ich 7 Jahre lang in Kopenhagen gelebt habe und dort viele 
Kontakte habe. Für ígló war dies der erste Schritt, aber ich möchte bald auch nach Deutschland und Holland kommen.
“

Wie hat sich die Kindermodebranche im Laufe der Zeit in Ihren Augen verändert?

„Ich denke, dass es heute viel mehr Kindermodemarken gibt als früher. Ich mag
 so viele von ihnen und bin ganz aufgeregt, ein Teil der Kindermodeszene zu sein.“

www.iglo.is

ígló Kindermode

BeeBee

Dienstag, 10. August 2010

Kinder machen, was ihnen passt. Wir auch.

Wir freuen uns über das Interview mit Denny Kutscheid und Miri Vorwig von BeeBee – insbesondere, da sie uns als erste Interviewpartner konkrete Eindrücke über den Typ Kind vermitteln, den sie bei der Arbeit vor Augen haben. Viel Spaß mit den Antworten auf unsere Fragen.

Wie würdet Ihr Euren Stil beschreiben?

„Eine kindgerechte Mischung aus bunt, schlicht, praktisch und funktional. Vielleicht so: lecker wie ein dänisches Softeis, dabei aber nahrhaft wie ein Gemüseeintopf mit Zutaten aus Mutters Garten.“

Wie würdet Ihr selbst Eure aktuelle Kollektion für Frühjahr/Sommer 2011 beschreiben?

„Wir sind noch nicht so weit in den klassischen Produktionszyklen, dass wir jedes halbe Jahr eine neue Kollektion vorstellen. Wir erweitern unsere Produktrange nach und nach um einzelne neue Produkte, die wir so noch nicht auf dem Markt gesehen haben und selber vermissen. Darüber hinaus erweitern wir die bestehenden Modelle regelmäßig um neue Stoffe und Farben.“

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Euch aus?

„Um 9:00 Uhr die Kinder im Kindergarten abgeben, 9:30 Uhr bis 10:00 Uhr Besprechung und Aufgabenverteilung, 10:00 bis 14:30 Uhr produzieren, 14:45 Uhr zur Post, Bestellungen rausschicken, 15:00 Uhr Kinder abholen. 20:00 Uhr Kinder ins Bett bringen. 21:00 bis 22:00 Uhr, E-Mails checken, Bestellungen aufnehmen, Rechnungen schreiben, Buchhaltung.“

Wie sieht Euer Arbeitsplatz aus?

„Wir haben ein Atelier, bestehend aus einem Raum mit einem großen Tisch, der Platz für vier Nähmaschinen hat, und dazu noch ein kleines Stofflager.“

BeeBeeWelche Stoffe verwendet Ihr am liebsten?

„Alle Stoffe, die wir anbieten, verwenden wir gerne, da sie schnell und unkompliziert zu verarbeiten sind. Beim Cordstoff ist uns wichtig, dass er robust und dennoch weich und dünn ist. Der Jerseystoff muss strapazierfähig sein und darf nicht ausleiern, das Gleiche gilt für den Bündchenstoff. Natürlich darf keiner der Stoffe ausbleichen, auch nicht nach vielen Wäschen und Sonneneinstrahlung. Für die Verarbeitung von Lycra brauchen wir die dreifache Zeit, da uns dieser Stoff einfach immer aus den Fingern rutscht. Schrecklich.“

Habt Ihr bei der Kreation Eurer Kollektionen einen bestimmten Typ Kind vor Augen? Wenn ja, wie sieht dieses Kind aus?

„Seltsamerweise stelle ich mir meistens einen kleinen Jungen mit tiefschwarzer Haut, großen Augen und kleinen Locken vor. Keine Ahnung warum, vielleicht weil unsere bunten Farben auf Schwarz einfach noch mehr leuchten.“

Was war das schwierigste Design, das Ihr je entworfen habt?

„Die Sternhose. Weil das Ziel war, eine Hose zu entwerfen, die trotz Windel knackig sitzt und dabei immer noch gemütlich ist. Weil alles zusammen kaum möglich ist, hat es sehr lange gedauert, bis wir zufrieden waren. Aber die Mühe hat sich gelohnt, jetzt sind wir’s.“

Welche Rolle spielen Modemessen für Euch?

„Noch keine all zu große. Es macht Spaß, sich inspirieren zu lassen. Wenn wir jedoch weiter so wachsen, möchten wir bald auch auf der einen oder anderen Kindermodemesse präsent sein. Noch ist es schwierig, Familie und Messe unter einen Hut zu bekommen.“

Wie hat sich die Kindermodebranche im Laufe der Zeit in Euren Augen verändert?

„Der Massenmarkt hat sich nicht so sehr verändert. Gute Ware zu Spottpreisen gab es schon immer. Spannend ist es, dass dennoch das Interesse an Nischenprodukten und kreativen Ideen wächst, die preislich nicht mit Massenware konkurrieren können und wollen. Es macht uns stolz, wenn Kunden den Wert unserer Produkte erkennen und bereit sind, den entsprechenden Preis dafür zu bezahlen. Und die Kunden sind natürlich auch stolz. Das ist das Schöne.“

www.bee-bee.de

Poppy & Ned

Freitag, 30. Juli 2010

Poppy & Ned - boys

Wir setzen unsere Interview-Reihe mit Jessica Seaman, Creative Director des Londoner Labels Poppy & Ned, fort. Ihre Antworten auf unsere Fragen geben wieder einmal spannende Einblicke in die vielfältige Welt der Kindermode.

Wie würden Sie den Stil von Poppy & Ned beschreiben?

„Der Stil von Poppy & Ned dreht sich um die wahre Unschuld der Kindheit. Ich habe wunderschöne Erinnerungen an meine Kindheit, wie ich mich im »geheimen Garten« meiner Großmutter herausgeputzt habe, um dann in eine Fantasiewelt hinauszuspazieren, in der ich auf Bäume klettern und eine Prinzessin sein konnte. Aus diesen Erinnerungen schöpfe ich meine Inspirationen, wenn ich Kleidung für Poppy & Ned entwerfe. In meiner Vorstellung sind Kinder am schönsten, wenn sie wie Kinder angezogen sind. Meine ideale Kombination ist ein klassischer Stil mit einem Hauch Moderne.“

Wie würden Sie selbst Ihre aktuelle Kollektion für Frühjahr/Sommer 2011 beschreiben?

Poppy & Ned-Rüschenkleid„In der Poppy & Ned-Kollektion für die Sommersaison 2011 hat sich an der Marke einiges geändert. Wir haben uns zunächst als Spezialist für luxuriöse Strickwaren einen Namen gemacht. In dieser Saison haben wir den Sprung gewagt und eine vollständige Kollektion entworfen – mit Webstoffen, Seide, feinen Baumwollstoffen und sogar ein wenig Jersey. Es war eine befreiende Erfahrung, mit den feinsten Stoffen arbeiten zu können, die es gibt, und daraus unsere, wie ich finde, bisher beste Kollektion zu entwerfen. »Frisch« ist der Ausdruck, den wir von den Einkäufern bei der Präsentation bei Bubble London ständig hörten. Es war eine fantastische Show. Ich habe die Kollektion Anfang des Jahres während eines Aufenthalts in Australien entworfen. Es gibt nichts besseres, als am Strand zu liegen, um sich Inspirationen für eine wunderbar leichte Frühlings-/Sommerlinie zu holen.“

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?

„Mein typischer Arbeitstag fängt geschäftig an, wird dann richtig arbeitsreich und endet in einem Arbeitsrausch! Ich glaube, ich mache niemals Pausen. Ich habe zwei wundervolle kleine Jungs, also bin ich an erster und wichtigster Stelle Mutter. Wir haben zwei Modemarken, eine davon ist Poppy & Ned, die andere ist unsere Damenkollektion Lily Stone London. Es kann ziemlich hektisch werden, alles in Form zu bringen, und natürlich muss man im eigenen Unternehmen rund um die Uhr arbeiten – aber das ist es wirklich wert.“

Wie sieht Ihr Arbeitsplatz aus?

„Mein Arbeitsplatz ist ein idyllisches, kleines englisches Dorf. Ich habe wirklich Glück, hier arbeiten zu können, wo es so schön ist und meine Umgebung selbst mir schon viele Inspirationen bietet. Das Dorf ist ziemlich ländlich, es gibt einen Wohltätigkeitsladen und auf der Pferdekoppel laufen Backenhörnchen und Kaninchen herum – es ist wirklich wunderschön.“

Welche Stoffe verwenden Sie am liebsten?

Poppy & Ned - Baby-Lifestyle„Wie bereits erwähnt, sind wir als Spezialist für Strickwaren bekannt geworden, deshalb schlägt mein Herz auch für dieses Material, das die Grundlage unseres Unternehmens ist. Kaschmir und Babys passen einfach so wunderbar zusammen, als wären sie füreinander gemacht. Das ideale Garn, um seinen kleinen Schatz einzukleiden, muss wunderschön weich und edel sein. Wir verwenden viele verschiedene Strickgarne, angefangen bei günstigeren Garnen wie Lamm- und Merinowolle bis hin zu erstklassigem Kaschmir, dem Besten vom Besten. Ein kleines bisschen Luxus kann sich jeder leisten, auch bei schmalem Budget. Bis auf die Stücke aus reinem Kaschmir können alle unsere Strickwaren auch in der Maschine gewaschen werden. Sie sind also nicht nur wunderschön, sondern auch noch praktisch – das ist uns besonders wichtig.“

Haben Sie bei der Kreation Ihrer Kollektionen einen bestimmten Typ Kind vor Augen? Wenn ja, wie sieht dieses Kind aus?

„Ich habe beim Entwerfen keine Vorstellung von einem bestimmten Kind im Kopf, ich fange einfach an zu zeichnen. In jeder Saison habe ich zu viele Entwürfe für die Kollektion und muss dann ziemlich rigoros Teile aussortieren. Ich sehe die Schönheit in allen Kindern. Diese Reise zurück zur kindlichen Unschuld hat für mich einen ganz besonderen Zauber. Wenn ich in die Augen eines Kindes sehe, dann ist da dieses Staunen, diese Verwunderung über die Welt um sie herum, und eine ganz einfache Freude kann zum Highlight eines Tages werden.“

Was war das schwierigste Design, das Sie je entworfen haben?

„Beim Entwerfen habe ich festgestellt, dass eine Idee, die sich auf dem Papier schwierig gestaltet, in 9 von 10 Fällen auch als Kleidungsstück nicht funktioniert. Die Kollektionen fliegen mir einfach zu, wenn ich entwerfe, und manchmal weiß ich nicht, wann der richtige Zeitpunkt ist, um einen Schritt zurückzutreten und mich auf meine ursprüngliche Idee für diese Kollektion zu besinnen. Wie viele kreative Menschen neige ich dazu, plötzlich das Thema zu wechseln, und ich muss aufpassen, dass ich meinen ursprünglichen Gedanken und Ideen treu bleibe. Ich habe mir zur Regel gemacht, nicht darauf zu achten, was bei anderen Marken geschieht, um so unsere Originalität und Exklusivität zu bewahren, die wir uns so hart erarbeitet haben. Ich möchte nicht einmal unterbewusst die Entwürfe anderer Designer im Kopf haben, weil das meine eigene Kollektion beeinflussen würde. Es ist mir sehr wichtig, dass Poppy & Ned sich selbst treu bleibt.“

Welche Rolle spielen Modemessen für Sie? Welche Messen sind am wichtigsten und effektivsten?

„Fachmessen sind für uns die wichtigste Gelegenheit, mit den Einkäufern in Kontakt zu kommen. Wir präsentieren jede Saison einmal bei Bubble London und bei der ENK in New York. Es ist die einzige Möglichkeit, alle wichtigen Leute unter einen Hut zu bekommen, auch wenn die Messen immer zu kurz sind, um sich wirklich mit allen zu treffen. Die Messen sind teuer, aber das Geld ist gut angelegt, wenn man ernsthaft daran arbeitet, die Kollektion in den richtigen Geschäften unterzubringen.“

Wie hat sich die Kindermodebranche im Laufe der Zeit in Ihren Augen verändert?

„Wir haben Poppy & Ned im Jahr 2007 gegründet und waren erst Anfang 2008 zum ersten Mal auf einer Messe vertreten. Wir haben uns also in relativ kurzer Zeit sehr gut entwickelt, worauf ich wirklich stolz bin. Es ist offensichtlich, dass Menschen rund um den Globus schwer von der Rezession in diesem Jahr betroffen sind, und wir haben viele Geschäfte gesehen, die aufgrund dessen ihre Türen schließen mussten. Nach der Krise habe ich nun den Eindruck, dass sich die Branche zu unserem Vorteil verändert hat. Die Leute wollen keine Wegwerf-Mode mehr kaufen, das gilt sowohl für Kinder- als auch für Damenmode. Sie möchten Qualität kaufen, besondere Stücke, an denen sie lange Freude haben, und die ihr Geld wert sind. Dieser Trend zeichnet sich für unsere Geschäfte auf der ganzen Welt ab. Zu unserem Glück führt dieser Veränderung im Denken bei uns zu steigenden Absatzzahlen. Ich sehe es auch bei mir selbst. Früher habe ich stapelweise Kleidung bei Topshop gekauft, die nur fünf Minuten hielten, und jetzt möchte ich statt dessen lieber ein qualitativ hochwertiges Teil, das für mehrere Jahre einen Platz in meinem Kleiderschrank finden soll. Poppy & Ned möchte Kindern den kleinen, aber feinen Unterschied bieten, eben etwas Besonderes, das über Generationen weitergegeben werden kann. Und wenn wir damit das unschuldig verspielte Wesen von Kindern fördern können, dann haben wir erreicht, was wir uns vorgenommen haben.“

www.poppyandned.com

Poppy & Ned - girls

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