Heute berichten wir mal nicht aus der Welt der Kindermode, sondern widmen uns der Stofftierkollektion killekilli, die nicht nur wunderschön anzuschauen ist, sondern auch einen ernsten und sehr unterstützenswerten Hintergrund hat, der uns auf spielerische Weise immer wieder an unser Verhalten gegenüber der Umwelt erinnern soll.
„Mama, wie sieht denn die Stellersche Seekuh aus?“ „Was ist denn eine Goldkröte?“ „Und eine Tobias-Köcherfliege?“ Wie kann man diese Fragen beantworten? Oder was kann man dagegen tun, dass diese Fragen, die sich alle um ausgestorbene Tierarten drehen, nicht mehr gestellt werden müssen? Das fragte sich auch die Kommunikations-Designerin Simoné Gier. Wie kann man Kindern zeigen, wie Tiere aussahen, die es gab, als sie noch nicht auf der Welt waren? Und wie kann man bereits die kleinsten unserer Gesellschaft für das wichtige Thema des Artensterbens sensibilisieren?
Ihre Antwort ist simpel und eingängig: killekilli. Die Stofftierkollektion der ausgestorbenen und bedrohten Arten. Mit ihrer Hilfe können Kinder bereits im jüngsten Alter erreicht werden. Denn nichts lieben Kinder mehr als Spielzeug, besonders Stofftiere. Sie sind oftmals ständiger Begleiter und die besten Freunde der Kinder. killekilli bietet Eltern einen einfachen spielerischen Einstig in das bedrückende Thema des Artensterbens und soll dazu ermutigen, Kindern etwas darüber zu vermitteln.

killekilli zeigt sowohl Tiere, die es bereits seit längerem nicht mehr gibt, wie die Stellersche Seekuh, die wegen ihres Fettes und Pelzes innerhalb von 27 Jahren (bis 1768) von Jägern ausgerottet wurde. Aber auch Tiere, die im letzten Jahrhundert verschwunden sind, so wie die Goldkröte (ausgestorben 1989), die als erstes Opfer der Klimaerwärmung gilt. Außerdem gibt es Tiere wie die Schlange Antigua Racer, die einst zahlreich auf der Insel Antigua vertreten war und nun auf Grund der von Einwanderern eingeschleppten Ratten stark vom Aussterben bedroht ist.
Wenigen Menschen ist es bewusst, wie viele Arten täglich von unserem Planeten verschwinden. Und die Zahl wird weiterhin steigen, wenn sich unsere Einstellung in Bezug auf unsere Umwelt nicht drastisch ändert. Kinder sind die Zukunft und unsere Chance, ein neues Bewusstsein in einer Gesellschaft zu schaffen, die nicht mehr die Augen vor solch einem wichtigen Thema verschließt.
killekilli ist mehr als eine Stofftierkollektion. Sie ist der Versuch etwas zu ändern und etwas zu tun. So gibt es neben den Stofftieren auch einen Blog und einen regelmäßigen Newsletter, der sowohl informiert als auch Anregungen gibt, was jeder Einzelne gegen das Artensterben tun kann.
Portrait von Simoné Gier:
Geboren 1982 in Pretoria/Südafrika.
Lebt und arbeitet in Karlsruhe.
Nach ihrem Abschluss zur Diplom-Designerin (Kommunikationsdesign) an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe widmete sie sich einem Masterstudium an der Hochschule Pforzheim, wo sie im Jahre 2010 den Abschluss des Master of Arts in Creative Communication & Brand Management erhielt.
Bereits während ihres Studiums im Jahre 2006 machte sie sich unter dem Namen neugier.design selbständig und erfüllt seitdem Kommunikationsaufträge für kleine und mittelständige Unternehmen.
Im Jahre 2006 gründete sie das Label für Kletterbekleidung boulders+nuts und ist seitdem Geschäftsführerin.
Im Jahre 2009 rief sie die Marke killekilli, die Stofftierkollektion der ausgestorbenen und bedrohten Arten, ins Leben. Nach wie vor betreut sie die Marketingkommunikation, den gesamten Markenauftritt und den Vertrieb.
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