Karnevalskostüme oder Faschingsverkleidungen, wie es hier bei uns in Hessen heißt, stehen nun als To Do auf meiner Liste. Meine Töchter lieben es sehr, sich zu verkleiden. Mein großer Sohn jedoch hat diese Leidenschaft bereits früh verloren. Als kleiner Kindergartenjunge ging er zwei Mal als Dinosaurier. Das Kostüm stammte vom Discounter und war von der Frau seines Patenonkels liebevoll umgenäht und aufgepimpt worden. Für meine Töchter allerdings müssen hierbei schon ganz andere Kaliber aufgefahren werden. Wir haben in unserem Fundus bereits ein Prinzessinnenkostüm, eine Elfe und einen Marienkäfer im Dauereinsatz. Das dazugehörige Diadem und der Elfenzauberstab müssen ab und an erneuert werden, da die kleinen Patsche-Hände doch sehr oft etwas ungestüm zu Werke gehen. Nun stehen uns die närrischen Tage ins Haus, und wir brauchen für den traditionellen Besuch des Seligenstädter Rosenmontagsumzuges ein warmes Kostüm, das meine Mäuse auch nach mehreren Stunden im Freien noch warm und weich verpackt vor der Februarkälte schützt.
Hierfür habe ich einen tollen Entwurf gezeichnet. Meine Töchter sind nach einem Theaterbesuch fasziniert vom kleinen Eisbär, und so fällt es meiner Mutter nun wieder einmal zu, aus alten Flokatis, die ich für kleines Geld erstanden habe, zwei süße Eisbärenkostüme zu zaubern. Da die Teppiche nicht mehr ganz taufrisch waren, habe ich sie kurzerhand in die Waschmaschine gepackt. Nun sind sie besonders toll verfilzt, was für das Eisbärenkostüm ja perfekt passt. Darunter tragen die beiden gesteppte Unterziehanzüge von Minymo. Eigentlich gehören die Hose und die Jacke im Frühjahr und Herbst unter die Regenbekleidung. Da sie in Dunkelbraun aber so gut zum Kostüm passen, wurde die pluderige Unterkleidung schon gleich eingeplant.
Nun mache ich mich noch auf die Suche nach einer passenden Kopfbedeckung. Zur Sicherheit stricke ich aber schon mal lustige, braune Mützen aus weicher Baumwolle, falls ich keine Bärenköpfe auftreiben kann. Dann fehlt nur noch die Bärennase, diese können wir zur allergrößten Not noch aufschminken. Auch Fische gehören nach Ansicht meiner Töchter unerlässlich zum Eisbären dazu. Diese, so habe ich mir überlegt, werden wir aus Luftballons basteln. Hierfür werde ich den weich gepusteten Luftballon etwas in Form „tapen“ und anschließend großzügig mit Zeitungspapier und Kleister bekleben. Dann wird eine letzte Schicht weißes Papier darüber gekleistert, und nachdem die Fische mindestens 14 Tage im Heizungskeller getrocknet sind, werden sie noch schön bemalt. Das wird dann auch ein großer Spaß für die Kinder. Auch im Waldkindergarten werden die süßen Eisbären einen perfekten Karnevalseinsatz haben.
In einer der nächsten Artikel des Kindermode-Blogs werde ich euch dann von den Outfits für die Kindermaskenbälle und Geburtstagspartys berichten. Mir kribbeln tausende Ideen im Kopf. Aber zunächst schon jetzt für euch ein kräftiges:
Helau!
Nina
Hier bloggen Nina und
super, Sophie geht als Eskimo,… also schick Deine Bären und die Fische zu uns,… – würd gut passen…
Halllo Nina – hab mit Interesse Deinen Artikel gelesen – da ich aus Köln komme und hier auch noch wohne. Karneval ist mur daher nicht fremd
In ca. 3 Wochen geht es dann ja auch bald wieeder los – ca. 5 Tage Vollgas. Oft von morgens 11:11 Uhr bis tief in die Nacht. Die Karnevalskostüme müssen da schon eine Menge aushalten und natürlich auch praktisch sein: Vor Regen schützen – Kälte abhalten (wenn man draußen feiert oder in der Schlange warten muss) – nicht zu warm sein (wenn man in der Kneipe ist) – ne Menge aushalten (unkoordiniertes tanzen) etc. – Aber schön ist es auf jeden Fall – natürlich auch für Kinder! Liebe Grüße aus Köln, Julia
Hallo Nina, ist doch toll, wie verkleidungswütig Deine 2 sind – hier laufen unsere Töchter leider das ganze Jahr im Weihnachtsfraukostüm, Dirndl oder Prinzessinnenkleid herum… Da wird das Toppen beim Fasching umso schwieriger…
Und so viel Mühe wie Du mag ich mir gar nicht machen.
Drück Dich, Melanie