
Wir freuen uns über das Interview mit Denny Kutscheid und Miri Vorwig von BeeBee – insbesondere, da sie uns als erste Interviewpartner konkrete Eindrücke über den Typ Kind vermitteln, den sie bei der Arbeit vor Augen haben. Viel Spaß mit den Antworten auf unsere Fragen.
Wie würdet Ihr Euren Stil beschreiben?
„Eine kindgerechte Mischung aus bunt, schlicht, praktisch und funktional. Vielleicht so: lecker wie ein dänisches Softeis, dabei aber nahrhaft wie ein Gemüseeintopf mit Zutaten aus Mutters Garten.“
Wie würdet Ihr selbst Eure aktuelle Kollektion für Frühjahr/Sommer 2011 beschreiben?
„Wir sind noch nicht so weit in den klassischen Produktionszyklen, dass wir jedes halbe Jahr eine neue Kollektion vorstellen. Wir erweitern unsere Produktrange nach und nach um einzelne neue Produkte, die wir so noch nicht auf dem Markt gesehen haben und selber vermissen. Darüber hinaus erweitern wir die bestehenden Modelle regelmäßig um neue Stoffe und Farben.“
Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Euch aus?
„Um 9:00 Uhr die Kinder im Kindergarten abgeben, 9:30 Uhr bis 10:00 Uhr Besprechung und Aufgabenverteilung, 10:00 bis 14:30 Uhr produzieren, 14:45 Uhr zur Post, Bestellungen rausschicken, 15:00 Uhr Kinder abholen. 20:00 Uhr Kinder ins Bett bringen. 21:00 bis 22:00 Uhr, E-Mails checken, Bestellungen aufnehmen, Rechnungen schreiben, Buchhaltung.“
Wie sieht Euer Arbeitsplatz aus?
„Wir haben ein Atelier, bestehend aus einem Raum mit einem großen Tisch, der Platz für vier Nähmaschinen hat, und dazu noch ein kleines Stofflager.“
Welche Stoffe verwendet Ihr am liebsten?
„Alle Stoffe, die wir anbieten, verwenden wir gerne, da sie schnell und unkompliziert zu verarbeiten sind. Beim Cordstoff ist uns wichtig, dass er robust und dennoch weich und dünn ist. Der Jerseystoff muss strapazierfähig sein und darf nicht ausleiern, das Gleiche gilt für den Bündchenstoff. Natürlich darf keiner der Stoffe ausbleichen, auch nicht nach vielen Wäschen und Sonneneinstrahlung. Für die Verarbeitung von Lycra brauchen wir die dreifache Zeit, da uns dieser Stoff einfach immer aus den Fingern rutscht. Schrecklich.“
Habt Ihr bei der Kreation Eurer Kollektionen einen bestimmten Typ Kind vor Augen? Wenn ja, wie sieht dieses Kind aus?
„Seltsamerweise stelle ich mir meistens einen kleinen Jungen mit tiefschwarzer Haut, großen Augen und kleinen Locken vor. Keine Ahnung warum, vielleicht weil unsere bunten Farben auf Schwarz einfach noch mehr leuchten.“
Was war das schwierigste Design, das Ihr je entworfen habt?
„Die Sternhose. Weil das Ziel war, eine Hose zu entwerfen, die trotz Windel knackig sitzt und dabei immer noch gemütlich ist. Weil alles zusammen kaum möglich ist, hat es sehr lange gedauert, bis wir zufrieden waren. Aber die Mühe hat sich gelohnt, jetzt sind wir’s.“
Welche Rolle spielen Modemessen für Euch?
„Noch keine all zu große. Es macht Spaß, sich inspirieren zu lassen. Wenn wir jedoch weiter so wachsen, möchten wir bald auch auf der einen oder anderen Kindermodemesse präsent sein. Noch ist es schwierig, Familie und Messe unter einen Hut zu bekommen.“
Wie hat sich die Kindermodebranche im Laufe der Zeit in Euren Augen verändert?
„Der Massenmarkt hat sich nicht so sehr verändert. Gute Ware zu Spottpreisen gab es schon immer. Spannend ist es, dass dennoch das Interesse an Nischenprodukten und kreativen Ideen wächst, die preislich nicht mit Massenware konkurrieren können und wollen. Es macht uns stolz, wenn Kunden den Wert unserer Produkte erkennen und bereit sind, den entsprechenden Preis dafür zu bezahlen. Und die Kunden sind natürlich auch stolz. Das ist das Schöne.“
Tags: interview, kindermode marken
Hier bloggen Nina und
Really nice clothes! This is exactly what I like – strong colors and useful materials. This type of clothes I have to make myself for my daughter since I have a hard time finding them here in Germany..!